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Silvesterkonzert Bad Säckingen

Bevor auf das neue Jahr angestossen wird und das Feuerwerk startet, gehört es für viele Bad Säckinger Musikfreunde schon zum liebgewonnenen Silvester "Ritual", beim Silvesterkonzert im Münster das Jahr ausklingen zu lassen. Entsprechend gross war wieder der Andrang, als erstmals in dieser Silvester-Reihe das Zürcher Blechbläser Ensemble zum Jahreswechsel aufspielte.

Doch nicht nur kraftvoll aufstrahlender Blechbläser-Glanz erfüllte das Münster. von der Orgelempore herab tönte die schöne Sopranstimme von Hildegard Felix, begleitet von Michael Felix an der Klais-Orgel, und bezauberte mit lyrischer Ausdruckswärme. Die Sängerin brachte mit ausgewählten Liedern ein meditatives Element in dieses Silvesterkonzert, während die Zürcher Gäste unter der Leitung von Niki Wüthrich mit aller Bravour, Billanz und Pracht der Bläserfarben aufwarteten. Wie hervorragend differenziert und mit welch fein abgestufter dynamischer Skala die Blechbläser aus der Schweiz spielen, bewiesen sie schon im "Feierlichen Einzug" von Richard Strauss für Blechbläser und Orgel. Höchst nuanciert wurde hier die Steigerung vom leisen, weichen Bläserklang zur vollen Strahlkraft des Blechs vollzogen. Auch in der alten Musik eines Tylman Susato oder Giovanni Gabrieli bewegte sich das Ensemble stilsicher und spieltechnisch souverän. Sehr schön ausgehorcht in den Bläserstimmen, im feierlich-höfischen Ausdruck und tänzerischen Rhythmus erklangen die Sätze in Susatos Suite from the Danserye. Ebenso gut heraus-gearbeitet waren die Charaktere der Tanzsätze in den "Drottningholms-musiken" von Johan Helmich Roman. Eine herrliche Klangwirkung entfalteten die Interpreten auch in der Canzona in double Echo von Gabrieli für Blechbläser und Orgel. Und auch die nordisch-spätromantische Klangsprache eines Edvard Grieg trafen die Bläser in der melodiös und mit warmen Farben gespielten Ballade sehr gut.

Gegen Ende des Programmes durfte es dann auch unterhaltsam und beschwingt zugehen wie in dem Blechbläser-Arrangement "Londonderry Air" oder den zwei Stücken von Chris Hazell, in denen das Zürcher Ensemble rhythmisch zündend und temperamentvoll aufspielte und einen weiten Steigerungsbogen spannte. Für den Schluss hatten sich die Musiker einen besonderen Coup aufgehoben: die deutsche Erstaufführung des Stücks "Planet X" für Orgel, Blechbläser und Pauken des jungen Komponisten Marcel Saurer, einem Freund des Blechbläserensembles. Saurer hat sein Stück in Anlehnung an Gustav Holsts "Planeten"-Suite geschaffen und der Organist, der Paukist und die Blechbläser erreichten hier mit signal- und fanfarenartigen Klängen eine schwelgerische Klang-Vision eines neuen Planeten.

Badische Zeitung Januar 2009


In Maur flackerten die Nordlichter

Im Projekt "Nordlichter" vereinten sich klassisch-vornehme Klänge mit swingend skandinavischem Groove. Dieser raffinierte Mix kam gut an bei den Maurmern.

Mit pompösen barocken Bläserklängen des Händel-Schülers und Komponisten Johan Helmich Roman hiess das ZBE das Publikum, in der Kirche Maur wie eine adlige Gästeschar am schwedischen Königshof des 18. Jahrhunderts willkommen. Nach dem heroischen "Grave" stand ein Menuett auf dem Programm. Die weiteren zwei Sätze trugen die Zuhörer - wie im Programm verheissen - weit hinaus in die stimmungsvollen Landschaften des Nordens. Wie es dort, nämlich im schwedischen Smaland, tönt, führte nun die aus Schweden stammende Jazzsängerin Marianne Racine vor. Sehr natürlich und mit dem Charme eines einfachen Mädchens vom Lande interpretierte sie das Volkslied "det stod en jungfru"; die Begleitung der Blechbläser sorgte für eine atmosphärische Stimmung und Hühnerhaut. Unterstützt von den ausgezeichneten Musikern Michael Bucher (Gitarre) und Rätus Flisch (Kontrabass) gings weiter mit einem Volkslied "Näckens Polska". In dieser Sage um das männliche Wasserwesen Näcken und das weibliche Waldwesen Huldran, die liebenssehnsüchtige junge Frauen und Männer in den Tod locken, offenbarte sich Marianne Racine mit ihrer tollen Stimme und den lebhaften Augen als wunderbare Geschichtenerzählerin. Dichte, dissonante Begleitakkorde setzten den ins Verderben lockenden Ruf der schwedischen Fabelwesen musikalisch um.

Als nächstes kündigte Dirigent Niki Wüthrich die Peer-Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg in einer "up-gedateten" Version an. Mit Wohlbehagen schwelgte das Publikum in der aus zahlreichen Filmen bekannten "Morgenstimmung", als die Melodie plötzlich vom Bassisten und Gitarristen übernommen wurde. Dieses "friendly take-over" war ein weiteres gelungenes Beispioel für die stimmingen Arrangements von Marcel Saurer. Wie das Programmheft schmackhaft gemacht hatte, gelang es ihm in diesem Projekt ganz hervorragend, Klassik, traditionelle und Jazzmusik zu einem spannenden Gesamtwerk zu verbinden. Ganz still und beeindruckend homogen spielte das Bläserensemble den Satz "Ases Tod". Die jazzig-nachdenklichen Gitarrentöne Buchers hörten sich wie ein Aufbäumen gegen die Schwere des Todes an. Sehr spannungsreich dann die Melodie "Anitras Tanz", in der die Jazzgitarre das klassische Blechensemble zu einem Schlagabtausch herauszufordern schien. Es folgte die bekannte Melodie "in der Halle des Bergkönigs". Nach diesem weiteren Ohrwurm aus der Zauberküche Griegs wurden die Konzertbesucherinnen und -besucher in die Pause entlassen, wo die Kulturkommission allen Glühwein und Guetzli offerierte.

Nach der Pause meldete sich das 11-köpfige Bläserensemble mit Folklore zurück. Zu den Klängen des rassigen "Skapskyttepolka" aus der Jahrhundert-wende marschierten die Zürcher Blechbläser wie eine Folkloreformation durchs Kirchenschiff. Viel Lebensfreude kam auch in der "Lapp-Nils polska" zum Ausdruck, aufgelockert durch Improvisationen der Sängerin, des Gitarristen und des Bassisten. Nach dem dritten traditionellen Titel "Hipp och Hopp" nahm die verträumte Melodie des in den 50er- und 60er-Jahren bekannten Jazzpianisten Lars Sjösten den Puls des Publikums wieder runter. Stimmungs-mässig schloss die darauf folgende erdige Ballade mit stimmlichen Spielereien von Marianne Racine gut an. Ihren Lieblingssong und Erfolgshit aus den 60er-Jahren, den "Bergsprängertango", gab die schwedische Sängerin mit Wohnsitz in Zürich spielerisch-kokett zum Besten - und entsprach ganz und gar nicht der landläufigen Vorstellung von einem Tango. Sehr präsent und gleichzeitig fast selbstvergessen kam Marianne Racine im Blues "När min vän" des schwedischen Jazzmusikers Owe Thörnqvist rüber. Hier traten die "Jazzband" und die Bläser in einen intensiven Dialog, für den sie und natürlich auch die Sängerin einen kräftigen Schlussapplaus ernteten. Als Zugabe spielte das souveräne Zürcher Blechbläser Ensemble eine entspannte Melodie, die wie eine musikalische Aufforderung klang, den kommenden Festtagen in ebensolcher Verfassung entgegenzutreten.

Maurmer Post


Ein klingendes Geburtstagsgeschenk                                                       Sonntagskonzert in Uster zu Ehren des Musikers Albert Häberling

Zahlreich und prominent war das Publikum, welches kam, dem verdienstvollen Förderer der Blasmusik Reverenz zu erweisen und ihn zum Schluss mit stehenden Ovationen zu feiern.

Drei konzeptionell sehr unterschiedliche Kompositionen Häberlings fügten sich, Musikstücken aus Spätrenaissance und Barock gegenübergestellt, zu einem abgerundeten Programm, das dem Zürcher Blechbläser Ensemble unter der Leitung von Karl Herzog, dem Oboisten Martin Hartwig ebenso wie dem Organisten Stephan Schättin Gelegenheit bot, ihr Können zu entfalten.

..... und dann als Konzertkrönung die Uraufführung von "Spiegelungen". Das Publikum bejubelte die Komposition und deren Schöpfer und durfte, dank dem grossen Applaus und den stehenden Ovationen, die nicht nur dem Komponisten galten, sondern auch der musikalischen Leistung aller am Konzert Beteiligten, das neue Werk als Zugabe ein weiteres Mal auf sich wirken lassen. Es war ein Geburtstagsgeschenk, das nicht nur den Adressaten, sondern auch das Publikum und alle Ausführenden in gehobene Stimmung versetzte.

"Der Zürcher Oberländer" / "Anzeiger von Uster" November 2004

Der Eindruck war gross und die Leistung hervorragend. Ich möchte den Bläsern und ganz besonders dem Dirigenten (Karl Herzog) von Herzen gratulieren. Vielen Dank! Meine besten Wünsche mögen das Ensemble begleiten.

Korrespondenz Albert Häberling November 2004


Feinfühlige, heitere und harmonische Klänge - Überzeugendes Zürcher Blechbläser Ensemble in der Kirche Maur - 30. November 2003

Schon beim ersten Stück war klar, hier sind Könner am Werk. Das zehnköpfige Ensemble entführte das Publikum gleich zu Beginn mit Schauspielmusik von Henry Purcell in die klangvolle Welt der Blechblasinstrumente. Mit einem zwei-chörigen geschriebenen Stück des aus dem 16. Jht. stammenden Komponisten Giovanni Gabrieli, bewiesen die Musiker ein hohes Mass an Konzentration und Spielgefühl, das sie ebenso gekonnt bei den darauf folgenden sechs kurzen Sätzen des englischen Komponisten Giles Farnaby umzusetzen wussten.

Den Sprung ins 20. Jht. vollzog das Zürcher Blechbläser Ensemble mit Musik von Joaquin Rodrigos Concierto de Aranjuez, Adagio. Das ursprünglich als Gitarrenkonzert komponierte Stück präsentierte sich der von Kevin Bolton umgeschriebenen Version als nachdenkliche und ungemein gefühlvolle Komposition, die vom Ensemble absolut meisterhaft und harmonisch gespielt wurde. Bei den modernen Rythmen von "be a clown", einem Stück von Cole Porter, mit "the music of Jim Parker" und Klängen aus George Gershwins Porgy and Bess vermochten die Zuhörer kaum mehr ruhig zu sitzen, so beschwingt und heiter, aber auch feinfühlig und intensiv spielte das Ensemble. Zum Abschluss wurde dem Publikum ein in die Adventszeit passender Gospel mit gefühlvollen und innigen Klängen serviert, gefolgt von einer Zugabe, die das Zürcher Blechbläser Ensemble den begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörern als Dankeschön mit auf den Nachhauseweg gab.


Maurmer Post


Brillante Klänge und grosse Homogenität - Das Zürcher Blechbläser Ensemble

...der starke Publikumsaufmarsch in die katholische Kirche bewies das grosse Interesse für gepflegte Blechbläsermusik. Die Interpretation der Werke war auffallend gekennzeichnet von der gepflegten Tongebung, präzisem Zusammenspiel und der grossen Hingabe der Instrumentalisten. Erich Müller überzeugte mit einem eleganten und unmissverständlichen Dirigat, das die Schulung unter anderem von Herbert van Karajan spüren liess.

Aargauer Zeitung



Mit Eleganz und Witz - starke Blechbläser

...vom ersten Ton des Blechbläserensembles an genoss man die Spielfreude und hinreissende Energie der erstklassigen elf Musiker. Nie geriet das Ensemble in Gefahr, der Routine zu verfallen, im Gegenteil, die Bläser waren brillant bis zum letzten Ton. Zudem versahen sie ihr hohes musikalisches Können mit Lockerheit und Witz.

Limmattaler Tagblatt

Die Serenade enthielt ein wahrlich abwechslungsreiches Programm. Jeder Bläser ein Solist!

Meilener Anzeiger


Aus Korrespondenzen

Nach Abschluss der drei Schulé-Konzerte ist nun die Zeit gekommen, Dir, Erich (Müller) und dem Zürcher Blechbläser Ensemble ganz herzlich für Euren Einsatz und Euer Engagement zu danken. Mit diesem Projekt habt Ihr dem Andenken an Bernard Schulé einen grossen Dienst erwiesen...

Claude Delley, Präsident Verein der Freunde von Bernard Schulé/SUISA Stiftung für Musik

...Heute kann ich Ihnen berichten, dass es mir in kurzer Zeit gelungen ist für Ihr Ensemble ein neues Werk zu schreiben mit dem Titel "4 Sätze für 12 Spieler" mit den Überschriften: feierlich - fröhlich - sphärisch - Kollation alla Barock. Das Stück wird experimentierfreudige Spieler brauchen, um es realisieren zu können.

Albert Häberling, Komponist, Uster

...Noch sind die letzten Klänge der beiden grossartigen Konzerte in Echallens und Lutry in unseren Ohren. Wir danken Ihnen für Ihre Darbietungen aufrichtig. Der Applaus der Konzertbesucher bewies Ihnen wie hervorragend die verschiedenen Konzertstücke waren...

Société Philanthropique Suisse Union, Veranstalterin Konzerte in Echallens und Lutry (VD)



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